Gedanken beim Bügeln
Hast du auch das Bügeln abgeschafft? So konsequent bin ich nicht. Dabei war ich früher ähnlich rebellisch: Voll berufstätig, viele Überstunden, Pendlerin. Natürlich habe ich überlegt, was kann ich lassen? Das Bügeln von Bettwäsche und Handtüchern! Ein kleiner Bruch mit einer Tradition, der mir Zeit geschenkt hat.
Heute sortiere ich beim Bügeln aus. Mir wird klar, was ich beim Shoppen falsch gemacht habe. Ich gestehe mir ein, was nicht zu mir passt.
Meine Lieblingsfarben
Ich mag warme Farben. Am liebsten trage ich Rot- und Orangetöne oder warme Erdtöne. Ich finde sie nur selten.
Basics in weiß, anthrazit oder schwarz sind o.k. Sie reißen mich nicht vom Hocker, aber ich habe keine Abneigung.
Manchmal leiste ich mir einen Fehlkauf. Vor ein paar Monaten habe ich mir ein T-Shirt gekauft und heute aussortiert: Die Farbe steht mir nicht. Ich wusste es vorher. Der Kopf meinte, ich brauche unbedingt neue T-Shirts. Stimmte auch, aber es war ein fauler Kompromiss.
Mein Stil
Ich bin sportlich und trage am liebsten Jeans, T-Shirt und Pulli. Ab und zu mag ich Röcke und Kleider. Selten ziehe ich Blusen an. Ganz unten im Wäschekorb warten 2 Blusen auf mich. Ich ignoriere sie. Sie sind meine Versicherung, dass ich etwas Schickeres habe, wenn ich es brauche. Gibt es bügelfreie Blusen, sportlich-elegant, die auch noch gut aussehen?
Meine Sensitivität
Manche Stoffe kann ich nicht anfassen. Das ist wie Kreide, die auf der Tafel kratzt: Gänsehaut pur. Ich taste mich an Kleidung heran. Meine Finger sind Wohlfühl-Sensoren. Immer, wenn ich das ignoriere, habe ich garantiert etwas im Schrank, das verschämt in der Ecke liegt. Ziehe ich es an, bin ich froh, wenn der Tag vorbei ist. Waschen, Bügeln und in den Altkleidersack tun, ist die einzige vernünftige Lösung. Ich will mich nicht bestrafen, sondern ein gutes Gefühl haben.
Mein Pragmatismus
Mode kommt und geht. Manches gefällt mir, anderes nicht. Mit Kopfschütteln denke ich an dicke Schulterpolster und Karottenhosen zurück. Statt Skinny-Jeans wünsche ich mir mehr Regular. Schuhe sollen bequem sein und dürfen trotzdem modisch sein. Ich freue mich über Komplimente, die mich als Menschen würdigen oder meine Arbeit wertschätzen. Mein Kleiderschrank hat weniger Business-Kleidung als vor ein paar Jahren und das ist in Ordnung.
Meine Nachhaltigkeit
Ich versuche, nachhaltig zu leben. Kleidung sollte langlebig sein. Für Qualität, nicht für Markennamen, gebe ich gerne etwas mehr Geld aus. Ich brauche keine Kleidermassen und freue mich über Lieblingsstücke. Ein Fusselrasierer hat sich gut bewährt. Ich spende gerne, wenn die Sachen tadellos sind. Ich entsorge sie, wenn ich sie nicht mit gutem Gewissen weitergeben kann. One in, one out hilft mir, den Kleiderschrank übersichtlich zu halten. Es muss nicht alles (sofort) ersetzt werden. Ich kaufe gerne lokal und vermeide Lieferungen. So bin ich mit meinen Werten im Einklang und zufrieden.
Was sind Lieblingsstücke?
Ich wünsche uns allen mehr Lieblingsstücke. Brauchen wir den Satz “Kleider machen Leute"? noch?
Herzliche Grüße
Corinna
Deine Ausräum-Komplizin
Weil nur Lebensschätze glücklich machen.
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