Kabelsalat & Co.
Früher war es einfacher: Weniger Geräte, weniger Kabel. Heute tummeln sich Kabel, Adapter und Mäuse in den Schubladen. Alte Handys, PCs und Notebooks schlummern in Kellern. Und du weißt ganz genau: Wahrscheinlich brauche ich das nie wieder. Und wenn, dann weiß ich nicht mehr, ob die Daten gelöscht sind und welches Kabel zur alten Kamera gehört.
Foto: Diverse Kabel und Stecker. Text in grüner Farbe: Was schlummert in deinen Schubladen? Grünes Logo Lebensschätze
62.000.000 Tonnen Elektroschrott weltweit
Können wir Elektronik länger nutzen? Natürlich geht immer mal was kaputt. Ich habe mich schon oft darüber geärgert, wenn Elektrogeräte genau dann den Geist aufgeben, wenn die Garantie abgelaufen ist. Reparatur ist oft teurer als ein Neugerät. Trotzdem lohnt es sich, darüber nachzudenken. Stell dir mal den ganzen Elektroschrott auf einem Haufen vor. Wo bleibt da unser Lebensraum?
Welt-Recycling-Tag und E-Waste-Day
Wofür brauchen wir Erinnerungstage? Das sind die kleinen Anschubser, damit wir mal in unsere Schubladen, Schränke und Regale schauen, im Keller oder Abstellraum Staub aufwirbeln. Elektrogeräte haben viele Komponenten, die recycelt werden können.
Deine Vorteile:
👉 Zweimal im Jahr Elektronik aussortieren, geht nebenbei.
👉 Kleinere Mengen können oft ohne Termin zum Wertstoffhof gebracht werden.
👉 Für größere Mengen werden regional feste oder individuelle Abholtermine angeboten.
Wenn du nachhaltig entsorgen willst, findest du die wichtigsten Informationen dazu bei deinem regionalen Abfallwirtschaftsbetrieb.
Unterstütze deine Umwelt
Lieferengpässe z. B. bei Speicherchips treiben gerade massiv die Preise für PCs und Server in die Höhe. Alle brauchen Rohstoffe.
Recycling ist aktiver Umweltschutz. Machst du mit?
Aber es funktioniert doch noch!
Das ist doch wunderbar. Wenn du es nicht mehr benutzt, freut sich jemand anderes darüber. Manches kannst du günstig verkaufen oder auch verschenken bzw. spenden. Ich frage gerne in der Familie und im Freundeskreis, ob jemand die aussortierten Sachen braucht. Sozialkaufhäuser sind meine zweite Anlaufstelle. Damit es sich lohnt, stelle ich mir eine Kiste parat, in der ich alles sammle.
Vielleicht braucht dein Gerät auch einfach nur ein Update, eine Speichererweiterung oder eine Generalüberholung. In vielen Städten gibt es Repaircafés. Dort kannst du dir Unterstützung holen.
Die Ersatz-Falle
Ich kenne das Gefühl: Ich habe zwar etwas Neues gekauft, behalte aber das alte sicherheitshalber. Meistens habe ich es dann doch nicht mehr benutzt. Dinge werden in der Regel nicht besser oder ansehnlicher, wenn sie irgendwo verstauben.
Wenn dir die Entscheidung zu schwer fällt, packe eine Vielleicht-Kiste: Sachen rein, zukleben, Datum daraufschreiben. Nach einem halben Jahr öffnest du die Kiste. Was du bist jetzt nicht gebraucht hast, kann weg.
Keine Ahnung, wofür das Teil ist.
Ich habe schon mal ein Kabel weggeworfen, das ich viel später gebraucht hätte. Seitdem beschrifte ich meine Kabel. Mit einem Labeldrucker geht das ganz leicht, aber es langt auch ein einfacher Zettel, mit Klebeband befestigt.
Wenn du ganz sichergehen willst, probiere diese Anleitung:
Was hast du heute aussortiert?
Herzliche Grüße
Corinna
Deine Ausräum-Komplizin - Weil nur Lebensschätze glücklich machen.